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Trend: 3D-Druck

1. März 2013 / Kategorie: Technologien

3D-Printer revolutionieren die Welt.
Lange Zeit schien es als eine utopische Zukunftsfantasie: Computer, die vollautomatisch beinahe jedes gewünschte Objekt nachbauen können. Heute machen die neusten 3D-Drucktechnologien genau das tatsächlich möglich. Trendforscher sprechen schon von einer industriellen Revolution. Auch für die Designbranche bieten der 3D-Druck vielversprechende Anwendungsmöglichkeiten.

Bei den sogenannten 3D-Druckern handelt es sich um Maschinen, die am Computer entworfene Konstruktionen in reale Objekte umwandeln. Das Objekt wird dabei im Inneren der Maschine aus flüssigem oder pulverförmigem Material erzeugt, das in hauchfeinen Schichten übereinander gereiht wird. So entsteht Schicht für Schicht ein Objekt in der gewünschten Form.

Und so funktioniert’s:
Es gibt unterschiedliche 3D-Druckverfahren. Man kann heißes Rohmaterial durch eine Düse pressen; mit Laserstrahlen Pulver an den entsprechenden Stellen schmelzen lassen oder Kunstharz mit UV-Licht aushärten. Einfach und präzise lassen sich so beliebige dreidimensionale Objekte fabrizieren. Alles, was es dafür braucht, ist eine dreidimensionale digitale Vorlage. Diese schickt man an eine 3D-Druckerei – und schon erhält man sein fertiges Objekt.

Als Material kann man bisher zwischen Polymergips, Kunststoff, Keramik und diversen Metallen, wie Silber, Gold, Stahl, Aluminium oder Titan wählen. Der Vorteil von Polymergips: Dieser lässt sich mehrfarbig bedrucken.

Das kann man damit machen:
Von Animationsfiguren über Hüftgelenke, von Schmuck bis hin zu Formel 1- oder Nasa-Bauteilen – mit der 3D-Drucktechnologie lassen sich die verschiedensten Objekte „drucken“. Niederländische Architekten planen derzeit sogar ein komplettes Gebäude mit einem überdimensionalen 3D-Drucker zu erstellen.
Auch im Bereich der Konsumgüter lässt sich 3D-Druck einsetzen: So hat Nokia bereits 3D-Druckvorlagen veröffentlicht, mit denen sich Hüllen für das Smartphone Lumia 820 drucken lassen. Das Beispiel zeigt: Auch für Unternehmen bietet 3D-Druck spannende Einsatzmöglichkeiten. Er erfüllt den Wunsch der Kunden nach individueller Produktgestaltung. Damit trifft 3D-Druck den Nerv der Zeit. Noch ist sind 3D-Druckverfahren zwar nicht ganz billig und bei größeren Objekten sehr langwierig. Doch die Entwicklungssprünge sind schnell und riesig. Es lohnt sich also, das Thema weiter zu verfolgen.

 

Und hier noch ein Paar spannende Kunst- und Design-Beispiele für 3D-Druckerzeugnisse:

Das Ende des Videos ist etwas verwirrend aber der Anfang ist durchaus inspirierend.

 

3d-druck-schuhe-gesichter-ringe

Schuhe: andreiachaves.com
Gesichter: pocket-lint.com
Ringe: solid-scape.com

 

3d-druck-parker-lampe

Trenchcoat: viktor-rolf.com
Lampe: mgxbymaterialise.com




Mathilde Cabenda

Mathilde Cabendas Interesse gilt vor allem der Kombination von Kunst und Marketing und der strategischen Markenkommunikation. Als Beraterin, Projektmanagerin und Moodscout unterstütze sie neben NPIRE verschiedene Kreativ-Agenturen, wie LIGALUX und das ARTS&CREATIVE DEPARTMENT von Markenfilm. Zudem machte sie Öffentlichkeitsarbeit für diverse Kulturprojekte, wie Live für die Insel und das lunatic Festival.

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