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Quadratisch, praktisch, lecker.

8. Mai 2013 / Kategorien: Inspiration, Technologien

QR-Codes sind praktisch – ohne Zweifel. Dass Sie aber auch in schmackhafte Gestaltungskonzepte integrieren lassen, zeigen euch diese Verwendungsvarianten.

QR-Codes sind eine wirksame Möglichkeit, um ein analoges Produkt mit einer Website zu verbinden. Diese quadratischen Codes mit dem hohen Wiedererkennungswert werden darum gern bei Print-to-Web-Kampagnen eingesetzt und sind ein beliebtes Marketingtool. Ihr Vorteil: Sie weisen eine gute Fehlerkorrektur auf sind vielseitig einsetzbar. Dass sie nicht nur funktional, sondern auch äußerst originell eingesetzt werden können, zeigen diese Beispiele.

 

QR-Codes zum Anfassen

QR-Codes müssen nicht zwingend zweidimensional sein. Sofern ihre Matrix für Kamerahandys lesbar ist, kann man sie nachbauen, zum Beispiel aus Produkten. So werden aus Objekten QR-Codes. Entscheidend ist nur die Perspektive, aus der man draufschaut – und manchmal auch wann man draufschaut.

Faszinierendes Beispiel dafür ist eine Kampagne des koreanischen Supermarkt-Kette Emart. Da Emart nicht zufrieden mit dem Umsatz in der Mittagszeit war, sollte eine aufmerksamkeitsstarke Rabatt-Aktion die Kunden zwischen 12:00-13:00 Uhr in die Geschäfte locken. Vor den Geschäften wurden Anzeigetafeln mit dreidimensionalen QR-Codes montiert, die durch den Schattenwurf der Mittagssonne nur zu dieser Zeit lesbar wurden. Wer den Code gescannt hatte, konnte sich über einen Einkaufsgutschein freuen.

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Eine andere witzige produktaktivierte QR-Code-Aktion stammt vom irischen Dunkelbierhersteller Guinness. Er verteilte mit Codes bedruckte Biergläser an Bars. Die QR-Codes wurden nur auf mit dunklem Bier gefüllten Gläsern lesbar und animierten die Biertrinker zu diversen Online-Aktionen, wie Rabattgutschein-Downloads oder Interaktion in Social-Networks.

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Leckere QR-Codes

Analoge QR-Codes lassen sich aus beliebigen Materialen herstellen. Warum also nicht auch aus Lebensmitteln? In essbarer Form sind sie Informationsträger und leckerer Snack zugleich und können der hungrigen Zielgruppe direkt serviert werden.

Eine clevere Recruiting-Aktion mit essbaren QR-Codes haben sich die Kreativen von Scholz&Friends einfallen lassen. Um Personal für ihr Online-Team anzuwerben, lieferten sie mit QR-Codes belegte Pizzen an ausgewählte Hamburger Werbeagenturen, die noch nach 18 Uhr Pizzen bestellten. Diese führten die Empfänger zu einer mobilen Landingpage mit dem Stellenangebot von Scholz & Friends.

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Den Ansatz essbare QR-Codes zu verteilen, nutzt auch der Hersteller qkies. Dort lassen sich Backmischungen für Kekse mit individuell angefertigten QR-Codes bestellen, die den Keks-Empfänger dann zu einer gewünschten Website leiten. Ob als Bäckerei-Werbung, Partyflyer, Messe-Give-Aways oder essbare Visitenkarte sind viele Einsatzmöglichkeiten denkbar.

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Bunte QR-Codes

Im Gegensatz zum klassischen Strichcode können die Daten des QR-Codes auch dann noch gescannt werden, wenn bis zu 30 Prozent des Codes zerstört sind. Dies können sich Grafiker zunutze machen und die Codes mit Designelementen, wie Logos oder Ikons, erweitern. So werden Absender oder Botschaften bereits auf den ersten Blick erkennbar.

Ein Beispiel dafür ist diese Anzeige des japanischen Roten Kreuzes, die zu Spenden für die Hilfe in Krisengebieten aufruft. Hier enthält der QR-Code kleine Spritzen und andere medizinische Geräte. Auf diese Weise ist die Kernbotschaft auch schon bei der Darstellung des Codes sichtbar.

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Originell sind auch die Design-Codes des amerikanischen TIME Magazine, die in verschiedenen Zeitschriften und auf Werbeplakaten abgebildet wurden. Sie enthalten den ikonischen roten Rand, der auf allen Covers des bekannten Magazins zu sehen ist und damit einen enormen Wiedererkennungswert hat. Die Motive, in die die Codes integriert sind, führen jeweils zu den dazu passenden Artikeln auf der Times-Website.

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Sexy QR-Codes

Die Tatsache, dass QR-Codes Informationen verschlüsseln, macht neugierig und kann die Fantasie anregen. So kommen die quadratischen Codes auch in schlüpfrigen Anzeigen zum Einsatz. Wer wissen will, was sie verbergen, muss sie scannen.

Das nutzen vor allem Unterwäschehersteller wie Calvin Klein oder Victoria Secret für vielversprechende großformatige Werbeplakate wie diese:

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victoria secret

calvin klein

Ob bunt, lecker, sexy oder zum Anfassen – die Beispiele zeigen: Mit QR-Codes ist so einiges möglich. Das weiß man vor allem in Amerika und Japan zu schätzen. Besonders die Japaner zeigen sich in der QR-Code Verwendung äußerst erfinderisch. Dort kommen die quadratischen Codes auf nahezu jedem Werbeplakat zum Einsatz. Es bleibt weiter spannend zu beobachten, welche originellen Kommunikationskampagnen damit noch entstehen werden.

 




Mathilde Cabenda

Mathilde Cabendas Interesse gilt vor allem der Kombination von Kunst und Marketing und der strategischen Markenkommunikation. Als Beraterin, Projektmanagerin und Moodscout unterstütze sie neben NPIRE verschiedene Kreativ-Agenturen, wie LIGALUX und das ARTS&CREATIVE DEPARTMENT von Markenfilm. Zudem machte sie Öffentlichkeitsarbeit für diverse Kulturprojekte, wie Live für die Insel und das lunatic Festival.

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